Kloster St. Michael, Bamberg

 
Kloster St. Michael, Bamberg
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Gebäudetyp

 Öffentliche Gebäude/Schulen/Hotel
 Verwaltungsgebäude/Unternehmen/Bank
 Kliniken/Seniorenheime
 Museen/Kultur/Kirche

Material

 Holz
 Holz-Glas
 Holz-Glas-Stahl
 Glas-Stahl
 Glas

Bauart

 Neubau
 Umbau/Umnutzung
 Sanierung

 

Pünktlich zu den 1000 Jahr Feiern ist das baugeschichtlich hochinteressante Klostergebäude brandschutztechnisch auf den modernsten Stand gebracht.

Nach mehrfachen Reparaturen und Wiederaufbauten infolge von Aufständen, Kriegen und Bränden, erfolgte ab ca. 1696 der barocke Ausbau der Klosteranlage, zunächst unter dem Baumeister Leonhard Dientzenhofer und, nach dessen Tod, ab ca. 1708 ff. durch seinen Bruder Johann.

Nach der Errichtung des Konventbaus erfolgte ab ca. 1725/26 der Neubau der Neuen Kanzlei und des Eckpavillons, als Stuckateur wird Franz Jakob Vogel erwähnt. Die Fortführung der Arbeiten und somit auch die Schließung der Anlage (Kanzlei-/ Südflügel) erfolgte ab ca. 1742 durch Balthasar Neumann, die Stuckaturen werden der Werkstatt des Antonio Guiseppe Bossi zugeschrieben. Am Südflügel ist am hofseitigen Portal der Durchfahrt die Jahreszahl 1743 eingemeißelt und um einen Raum in östlicher Richtung versetzt zeigt sich hier eine Baufuge, so dass man davon ausgehen kann, dass der östliche Teil des Südflügels (Kanzleiflügel) noch unter Dientzenhofer entstanden ist.

Anfang des 19. Jahrhunderts, kurz nach der Säkularisation, wurden die Wirtschaftsflügel als Bürgerspital bzw. Ausstellungsräume genutzt, was auch Überarbeitungen mit sich brachte, vor allem hinsichtlich der Türen und dem nutzungsbedingtem Einbau von wenigen Zwischenwänden bzw. dem Vermauern von Durchgängen. Im 20. Jahrhundert wurden vor allem die Räume mit Gewölbedecken im Südflügel, ca. von der Mitte in westlicher Richtung bis hin zur Oswaldkapelle, jeweils nach Leerstand überarbeitet. Dabei wurden die Anstriche bis auf die Erstfassung entfernt (zahlreiche Werkzeugspuren zeugen hier vom Einsatz eines Beilhammers und Drahtbürsten) und die Flächen mit einer Kalkglätte überzogen, die dann mit Leimfarbe gestrichen wurde. Das Gleiche gilt auch für die Flure. Es wurden neue Böden verlegt (Dielen, Parkett und Kalksteinplatten) und im östlichen Bereich des Südflügels ein Aufzug eingebaut (1974?), dem eine ehemalige Wendeltreppe zum Opfer fiel.

Die letzte große, zusammenhängende Maßnahme datiert aus den 1980er Jahren mit dem Einbau von kleineren Zimmern mit Nasszelle (Altenheim) im Bereich des Westflügels, in dem sich ursprünglich große offene Lagerräume befanden, deren Stützkonstruktion (Mittelunterzug mit Holzstützen, Sattelholz und Kopfbändern) noch im Bereich des Treppenhauses zu sehen ist. 

Umnutzung:

Die zuletzt als Altersheim genutzten, jedoch aktuell leerstehenden Räumlichkeiten im Wirtschaftsflügel der ehemaligen Klosteranlage sollen nun Teilen der Stadtverwaltung als Ämtergebäude dienen. Dies betrifft den Kanzleiflügel (im Süden) sowie den Pfortenflügel (im Westen). 

Bauliches Konzept:

Mit Ausnahme der zu Sanitärzellen umgebauten Räume und rückzubauenden Sanitäreinbauten der 80er Jahre sind die Raumschalen konstruktiv noch weitgehend bauzeitlich erhalten.

Das bauliche Konzept besteht darin, die neuen Arbeitsplätze auf sogenannten 'Arbeitsinseln bzw. -podesten' zu organisieren. Diese werden fast ohne Eingriffe in die historischen Räume eingestellt und nehmen die gesamten, komplett neu zu verlegenden Installationsleitungen der Bereiche Elektro/EDV und Heizung auf.

Das Konzept genießt Gebrauchsmusterschutz.

Die Raumschalen bleiben unangetastet und erhalten lediglich einen neuen Anstrich mit Leim- oder Leim-/Dispersionsfarbe (jeweils abhängig von der Befundlage).

Die Gebäudeeckbereiche dienen teilweise der Unterbringung von Sondernutzungen, z.B. Besprechungsräume, Serviceräume, etc. In den bestehenden und zu erhaltenden Treppenhäusern und Fluren sind teilweise Brandschutzmaßnahmen notwendig. Bei der Planung der Feuerschutzelemente wurde seitens der Denkmalschutzbehörde größter Wert auf Beibehaltung der ursprünglichen Raumwirkung gelegt. Deshalb wurden maximal verglaste Elemente von HOBA ausgewählt

Ausführender Architekt/Planer

Grellmann Kriebel Teichmann Architekten BDA, Würzburg

Verarbeitendes Unternehmen

Schreinerei Spielbühler GmbH Limmersdorfer Straße 2 95349 Thurnau

Eingesetzte HOBA
Brandschutz-Elemente

Konstruktion

  • Holz-Glas
  • Glas

Bauart / Baujahr

Umbau/Umnutzung / 0

 

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